Stichsägen – nicht nur für Profis

StichsägeAls Albert Kaufmann in der 40er Jahren die Stichsäge erfand, wusste er nicht, welchen Erfolg er damit haben würde. Bis heute ist die Stichsäge nicht nur bei Profis sehr beliebt, sie findet sich auch in vielen Werkstätten von Hobbyheimwerkern.

Eine Stichsäge, kann je nach Wunsch, elektrisch- oder akkubetrieben gekauft werden. Der Vorteil an diesem Gerät ist, dass sie nahezu jeden Werkstoff bearbeiten kann. Sie kann genutzt werden, bei Kunststoff, Holz und vielfach sogar bei Gestein. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders sorgfältig auch kurvige Strecken schneiden können. Die modernen Stichsägen können bis zu 45 Grad in der Vertikalachse eingestellt werden und eignen sich deshalb besonders um zum Beispiel Bilderrahmen zu fertigen oder Fußleisten passgerecht zuzuschneiden.

Die Säge ist nicht nur leicht zu bedienen, was an ihrem nicht zu hohen Gewicht liegt und sie sehr flexibel und daher vielseitig einzusetzen. Die Stichsäge ist nicht nur ein Muss bei der Verarbeitung von allen Holzarten, sondern sie kann auch einen Heimwerker begeistern.

Präzise Arbeiten mit der Stichsäge

Für eine Stichsäge gibt es die unterschiedlichsten Sägeblätter, daher können genaue Schnitte in Holz, allen Kunststoffen, in Keramik und Karton mit ihr durchgeführt werden. Bei dem Kauf von Sägeblättern, sollte allerdings Sorgfalt walten, denn nicht jedes Blatt ist für jeden Werkstoff geeignet.

Wie jedes andere Ding auch, hat eine Stichsäge bestimmte Vorteile, aber es gibt auch Nachteile. Hierbei kommt es darauf an, für welches Modell sich der Verbraucher entschieden hat. Handelt es sich um ein Gerät mit einem integrierten Akku, fällt natürlich das Kabel weg und der Handwerker ist nicht auf eine bestimmte Reichweite zu einer Steckdose angewiesen.

Der Nachteil äußert sich darin, dass nur wenig Spannung erreicht werden kann, die Sägen arbeiten maximal mit 10 bis 18 Volt. Der Vorteil ist wiederum, dass eine größere Sicherheit damit erlangt werden kann.

Auf einer Großbaustelle können Handwerker allerdings nichts mit einer Akku- Stichsäge anfangen, denn der Akku würde die Belastung nicht aushalten, er muss dann zu oft aufgeladen werden, was eine bestimmte Wartezeit voraussetzt, es sei denn, es ist ein Ersatz Akku vorhanden.

Es ist aber auch eine Frage des Budgets, denn elektrisch betriebene Stichsägen sind um einiges teurer, als eine mit einem Akku. Sollte ein Verkäufer fragen, welche Stichsäge es sein soll, eine Orbitale- oder eine Pendelhub-Stichsäge, kann sich der Käufer weit zurücklehnen, denn beide Varianten sind ein und dasselbe. Beide beziehen sich auf ihre Bewegungen, die in der Fachsprache nämlich „ rotierende Bewegung“ bedeutet.

Wer nach einer passenden Stichsäge für sich sucht, sollte im Vorfeld überlegen, welche Arbeiten er damit verrichten möchte. Da sich die Preise der Maschinen in Grenzen halten, gibt es Personen, die sich mehrere Geräte anschaffen, um im Notfall dann die Richtige zu haben.

Was sollte beim Kauf beachtet werden?

Eine Stichsäge zu kaufen, scheint auf den ersten Blick gar nicht einfach zu sein, denn nicht nur unter unzähligen Modellen kann ausgewählt werden, sondern auch bei der Schnittleistung, der Motorleistung oder, ob es genügend Zubehör dafür gibt.

Es kommen also mehrere Faktoren in Betracht, wonach dann das richtige Modell ausgesucht werden kann. Eine hohe Motorleistung ist dann wichtig, wenn nicht nur dünne Sachen geschnitten werden sollen, sondern eventuell auch einmal ein dickes Brett. Sie sollte möglichst mit 650 Watt ausgestattet sein, dann ist auch das kein Problem.

Die Schnitttiefe ist ein weiteres Merkmal, das Beachtung finden sollte, denn hier gibt es Geräte, um die Stichsäge je nach Werkstoff einzustellen. Bei Holz ist zum Beispiel eine Schnitttiefe von 160mm nötig, handelt es sich um Kunststoff oder Metall, bewegen sich die Schnitttiefen bei rund 10 bis 25mm.

Unterschiedliche Stichsägen

Wer sich in einem Baumarkt Stichsägen anschaut, kann feststellen, das es gerade bei den Bauformen einige Unterschiede gibt. Die klassische Stichsäge hat einen Bügelgriff, während es mittlerweile auch Geräte mit einem Knauf Griff gibt.

Welches Gerät es letztendlich sein soll, hängt auch ein wenig von der Größe der Hände ab, denn hat der Nutzer eher Kleinere, ist der Bügelgriff bestens zu empfehlen. Der nächste Punkt wäre, wie schon erwähnt, soll es eine elektrische Stichsäge sein oder lieber eine mit Akku? Diejenigen, die sich für eine strombetriebene Säge entscheiden, sollten unbedingt darauf achten, dass das Kabel genügend lang ist und es muss so verbaut sein, das es das Arbeiten nicht einschränkt.

Soll es eine mit Akku sein, sollte dieser möglichste über 36 Volt aufweisen, diese Leistung ist dementsprechende hoch, das auch stärkere Materialien ohne einen zu hohen Kraftaufwand bearbeitet werden können. Zudem ist es immer ratsam, gleich einen Ersatz Akku mit zu ordern.

Woran erkennt der Laie eine gute Säge?

Bei einer Stichsäge sollte nicht unbedingt nur nach einem guten Preis geschaut werden, sondern es sollte vor allem auch die Qualität stimmen. Hier ist nicht nur auf den Unterbau zu achten, sondern auch auf den Fuß, der im besten Fall aus einem Aluminium- Druckguss sein sollte.

Weiterhin wäre auch ein Doppelroller nicht schlecht, der dafür sorgt, dass sich das Sägeblatt nicht durchbiegen kann. Des Weiteren kann sich an deren Qualität orientiert werden und zu guter Letzt sollte sich die Staubabsaugung an der Unterseite des Gerätes befinden.

Eine qualitativ gute Stichsäge sollte zudem eine Abblasfunktion aufweisen und eine LED- Beleuchtung für das Schnittfeld haben. Die Staub Absaugung macht insofern Sinn, das es nicht zu einer Staubansammlung auf einen markierendem Strich kommt und natürlich auch, dass das Umfeld nicht mit Spänen berieselt wird.

Für Holzarbeiten oder dem Modellbau ist eine Stichsäge unerlässlich, nur mit ihr ist es möglich, präzise Schnitte zu machen und Kurven sauber auszuschneiden. Je nach Arbeiten, die mit dem Gerät zu erledigen sind, sollten gleich mehrere unterschiedliche Sägeblätter angeschafft werden. In der Regel werden diese mittels einer Klemmmethode an der Säge fixiert. Bevor Arbeiten beginnen sollte auf jeden Fall immer überprüft werden, ob das Sägeblatt auch fest sitzt und es nicht im Laufe der Zeit zu einer Materialermüdung gekommen ist. Es ist klar, dass dann die Säge nicht mehr in Betrieb genommen werden darf.

Die Preise der Stichsägen variieren je nach Hersteller und, ob es sich um eine Elektrische oder eine Akkubetriebene handelt. Generell ist mit Kosten zwischen 60 und 250 Euro zu rechnen.